29. Juli 2010

Ferien......... Schwängimatt 27.07.2010







Eigentlich hab ich mir meine Ferien schon etwas anders vorgestellt und mich auf viel Sonnenschein, viel Fliegen und am Abend ein kühles Bad im See gefreut...... :-((
Doch leider kam das ein wenig anders und nach Monaten mit viel Arbeit und viel zu wenig Freizeit sollte meine erste Ferienwoche in diesem Jahr von Feuchtigkeit, Regen und Kälte geprägt sein. Unglücklicherweise genau zu dem Zeitpunkt, wo der Sommer nach fast vier Wochen ausschliesslich schönem Wetter eine Pause einlegte...... :-((
Nun ja, machen konnte ich dagegen nicht viel, ausser die Zeit mit etwas Sport, angestauten Sachen und sonstigen Dingen zu überbrücken und darauf zu hoffen, wenigstens noch ein kleines Schönwetterfenster zu erwischen und fliegen gehen zu können. So geschah das dann auch am Dienstag Abend, nachdem ich am Nachmittag schon drei Stunden auf dem Bike verbracht und eine schöne Tour um den Born (Berg bei Olten) unternommen habe. Dabei konnte ich beobachten, dass an der Schwängimatt bei Balsthal oben schon geflogen wurde und anhand der Wetterprognose mit dem angesagten Nordwind rechnetet ich mir aus, dass es auch mir noch für einen Abendflug reichen würde.
So stand ich dann am 18.30 am Startplatz beim Skilift oben bereit, flog nach dem Start erst mal über die Bäume vorne an der Krete und anschliessend mit stetem leichten Steigen in Richtung Westen weiter. Leider machten sich aber wieder mal die altbekannten Probleme mit meinem Sigma7 in schwachen Bedingungen bemerkbar und ich musste kämpfen wie blöd um nicht abzusaufen. In der gleichen Zeit flogen auch noch zwei Nova-Schirme (wahrscheinlich Factors) mit mir und diese Zwei konnten relativ einfach und ohne grosse Mühe die Krete bei der ehemaligen Raketenstation des Militärs überhöhen. Nachdem ich immer wie tiefer flog und mittlerweile auf etwa 950 Meter über Meer angekommen bin, wurde ich langsam etwas sauer, musste ein paar mal etwas lauf fluchen und hab schon fast aufgegeben. Dann aber erwischte ich doch noch den rettenden Aufwind und von da an ging's ohne Probleme aufwärts und schon nach kurzer Zeit über die Krete....... :-))
Da blieb ich erst mal eine Weile, flog eine Weile zwischen der Schwängimatt und dem Rüttelhorn hin und her und genoss die schöne Aussicht bis an den Bielersee im Westen und Olten im Osten.
Um 20.15 Uhr landete ich dann im Tal unten neben meinem Auto. Nach über anderthalb Stunden in der Luft zwar wegen zu leichter Kleidunf etwas unterkühlt, mit grossem Hunger im Bauch aber doch sehr zufrieden mit dem eben Erlebten........ :-)))
Ich hoffe, dass das nicht der einzige Flug in dieser Woche bleiben wird und ich wenigstens am Wochenende noch etwas Airtime haben werde.........

http://www.xcontest.org/switzerland/en/flights/detail:gerifly/27.7.2010/16:35

18. Juli 2010

Ebenalp









Die Ebenalp ist meiner Meinung nach immer wieder eine Reise wert. Diese sanfte Landschaft rund um Appenzell mit seinen sanften Hügeln und diesen für die Gegend typischen Bauern- und Wohnhäuser fasziniert mich immer wieder auf 's Neue. So auch dieses Jahr, als ich mich relativ kurzentschlossen am Donnerstag Abend auf den Weg machte, um am Freitag an der Ebenalp zu fliegen. So stand ich dann also wieder mal auf diesem Startplatz und es war zuerst etwas Warten angesagt, da der Wind relativ zügig von der Seite kam. Als dann der Wind endlich drehte, war ich relativ schnell in der Luft und hatte eigentlich nur vor, zuerst mal einen kleinen Morgenflug zur Angewöhnung zu machen...... ;-))
Allerdings hatte sich die Thermik zu dieser Zeit schon recht gut entwickelt und schon bald fand ich mich in einer schönen Höhe über dem Startplatz wieder.
Die Reise ging dann weiter in Richtung des Restaurent Schäffler (oder wie auch immer das dort heisst....), wo ich allerdings zuerst mal kein Steigen mehr fand und nochmals ein Stück zurück fliegen musste, um einen erneuten Anlauf nehmen zu können. Das zweite Mal schaffte ich es dann recht gut und flog dann weiter Richtung Säntis. Vor mir standen dann auf ein Mal diese gewaltigen Felstürme mit nahezu senkrechten Wänden, an welche ich mich normalerweise (weil ich nicht ganz schwindelfrei bin....) nicht so recht nahe dran wage...... schon gar nicht, wenn ich da alleine angekommen wäre..... ;))
Zum Glück aber hatte ich vor mir noch zwei andere Piloten, welche mir die Linie vorflogen und welchen ich einfach folgen konnte. Zum Einten war das ein Pilot, welcher mit dem neuen Ozone-Delta unterwegs war und zum anderen ein Biplace der Flugschule Appenzell. Schlussendlich war's dann ein unglaubliches Erlebnis für mich, relativ nahe an diesen steilen Wänden aufzudrehen und plötzlich über deren Krete fliegen zu können. Aber mein Puls ging ganz schön dabei......... ;-))
Leider aber ging's danach nicht viel höher und zusammen mit meinen "Weggefährten" flog ich dann wieder zurück zur Ebenalp und von da aus weiter über das Tal Richtung Alp Siegel. Obwohl es noch nicht all zu lange Mittag war und der Hang teilweise noch im Schatten lag, fand ich dort doch relativ gutes Steigen und konnte an einer Stelle sogar die Krete überhöhen. Schlussendlich flog ich noch eine gute halbe Stunde an diesem Hang und beendete den Flug nach anderthalb Stunden, da sich doch langsam ein kleines Hüngerchen bemerkbar machte........ ;)))

Etwas später fuhr ich dann nochmals zum Startplatz hoch, um am späteren Nachmittag nochmals einen Flug machen und mir danach das wohlverdiente Langebier genehmigen zu können. An der Ebenalp selber ging zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sehr viel und so flog ich gleich weiter rüber zur Alp Siegel. Das zuverlässige Steigen entlang diesem Hang dort war noch immer da und so war es ein Leichtes, die Krete zu überhöhen und gleich noch ein bisschen mehr Höhe machen zu können. Bin dann mit dieser Höhe nochmals über das Tal rüber zur Ebenalp schauen gegangen, ob sich in der Zwischenzeit wieder etwas Thermik gebildet hatte und nachdem ich mich persönlich davon überzeugt hatte, dass dem noch immer noch nicht so ist, gleich nochmals rüber zur Alp Siegel gewechselt. Ein paar mal hin und her entlang dem Hand und schon hatte man die Krete wieder und dieses Spiel hätte man noch eine ganz Weile machen können.
Dann aber kam mein "Freund" mit seinem Ozone-Delta wieder ins Spiel und mir wurde eins zu eins vorgeführt, was für ein unglaubliches Potenzial in diesem Flügel steckt. Er war etwas höher als ich als er Richtung Hoher Kasten davon flog und ich wollte ihm mit meinem Sigma7 folgen, um mir ein genaues Bild von meinem vielleicht nächsten Flügel machen zu können....... ;))
Doch leider merkte ich relativ schnell, dass ich niemals auch nur ansatzweise von der Höhe her wie dieser Delta am Hohen Kasten drüben ankommen würde und flog halt wieder zurück..... :-(
Währendessen dreht der Delta drüben am Hang auf und kam dann wieder zurück zur Alp Siegel, wo ich dem Teil noch eine Weile hinterher flog und ein paar Fotos davon machte.
Ich bin dann mal sehr gespannt, wie dieser Ozone-Flügel in der Szene einschlagen wird und was sich daraus entwickelt. Wenn das in etwa der Form des R10 erfolgen wird, dann haben die da in Südfrankreich unten sehr gute Arbeit gemacht....... :-))

Und so ging auch dieser wunderschöne Flugtag mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen vorbei und das Ganze endete wie üblich mit dem obligaten Landebier in Form eines Appenzeller-Speziel-Biers........ :-)))