17. Mai 2010

Unter der Woche 1..........





Ab Freitag sollte es vorerst mit dem Frühling vorbei sein und so entschloss ich mich, den 28. nachmittags und den 29. April ganztags frei zu nehmen, um nochmals ausgiebig mein Hobby fröhnen zu können........ :-))
Und so startete ich am Mittwoch Nachmittag von der Büelen zu einem kleinen Rundflug durch das Engelbergertal. Zum Beginn gings dann nach dem Start gleich ordentlich hoch bis über die Krete und ich flog schon bald weiter Richtung Gummen rüber. Dort angekommen erwischte ich gleich den nächsten Schlauch und den drehte ich aus so hoch es ging. Anschliessend ging's über das Tal in Richtung Brändlen weiter, wo ich vom üblichen "gehacke" empfangen wurde und wo es teilweise nicht wirklich gemütlich war. Nach ein paar missglückten Versuchen, endlich den Anschlussschlauch in Richtung Haldigrat zu erwischen, hatte ich auch schon bald genug von diesem "Kampf" und versuchte mein Glück noch am Wellenberg hinten. Erstaunlicherweise ging das dort recht gut und man hätte wohl endlos wieder unten einfliegen und hochdrehen können. Schlussendlich aber flog ich dann weiter nach....... keine Ahnung wie der Hang da auf der Ostseite des Tales oberhalb Grafort heisst...... und dort hätte mein Flug fast ein jähes Ende genommen........ :-((
Ich flog relativ tief in diese Flanke rein und erhoffte mir, da noch irgendwo noch Steigen zu finden, welches mich noch weiterbringen könnte. Aber mit einem Mal sah ich etwa 10m vor mir so ein ganz dünnes und rostiges Heuseil, welches da irgendwo her aus dem Wald kam. Nur ganz knapp verfehlte ich dieses dank meiner schnellen Reaktion und ich möchte mir nicht vorstellen was passiert wäre, wenn ich mich ein paar Sekunden vorher zufälligerweise mal nicht auf das Gelände konzentriert hätte........ :-((
Nun ja, es ist ja nochmals gut gegangen. Aber nachdenklich machen einem solche Erlebnisse schon und ich wäre nicht der erste Pilot, welchem so ein Seil fast zum Verhängnis geworden wäre......... :-((

"Sonntagsausflug....... "





Eigentlich wollte ich an diesem Sonntag-Nachmittag ja nur die Renata in Berner Oberland abholen gehen. Die hat nämlich an diesem Wochenende eine zweitägige Biketour unternommen und war mittlerweile in Interlaken gelandet, wo ich sie dann aufgegabelt habe.
Nun, wenn ich schon da war und auch das Wetter zu einem Flug einlud, liess ich mich natürlich nicht zweimal bitten und stand schon bald am Startplatz "Luegibrüggli" oben.
Über dem See flogen schon einige andere Piloten im ruhigen und "magischen Aufwind" (wie ich das immer nenne......) und es sah so aus, als könnte das ein ganz entspannter Flug über dem Wasser werden. So war es dann auch und ich genoss dieses ruhige Dahingleiten mit stetem Steigen auf grosser Fläche zwischen dem Luegibrüggli, Därligen und dem Harder........ :-))))

19.04.2010..... nochmals Jura




Nach dem nun fliegerisch doch eher schwachen Sonntag machte ich mich am folgenden Tag nochmals auf, um an der oberen Wengi zu starten. Doch leider blieb dieses Vorhaben schon auf dem Parkplatz, wo wir auf den Clubbus warteten, auf der Strecke. Der Bus kam nämlich wieder voll vom Startplatz runter und es war zu hören, dass es wieder wie am Sonntag ziemlich ähnliche Bedingungen waren und an der Wengi Abwind herrschte.
Nach einigem Hin und Her entschied man sich dann, mit dem Clubbus auf den Weissenstein zu fahren. Vorher sollten wir aber in Gänsbrunnen hinten noch zwei weitere Piloten auflesen. Einer von denen meinte dann, dass der Weissenstein um diese Zeit am Nachmittag keinen Sinn mehr machen würde und so fuhren wir auf die Walenmatt, von wo aus ich noch nie gestartet bin.
Oben angekommen erwartete uns schon der schönste Aufwind und die Aussicht in Richtung Moutier war phantastisch. Vor dem Start stand ich dann vor der Entscheidung, entweder hoch aufzudrehen und nach Matzendorf zurück zu fliegen, oder dann aber nördlich vom Startplatz im Tal unten zu landen und den mühsamen Rückweg mittels Bahn und Bus unter die Füsse zu nehmen. Nun, die erste Variante war mir persönlich symphatischer und obwohl das nach dem Start nicht gleich so gut aussah, erwischte ich schon bald als einer der Wenigen einen Lift nach oben, welcher mich in einem Zug auf fast 2000m ü. M. brachte......... :))
So wie ich das sah, gelang das zu diesem Zeitpunkt noch nicht allen meiner Gefährten und so machte ich mich halt Mutterseelenalleine hoch über dem Tal auf den Rückweg Richtung Matzendorf.
Schlussendlich wäre wahrscheinlich noch mehr drinn gelegen an diesem Tag. Aber irgendwie konnte ich mich an diesem Tag nicht richtig entscheiden, ob ich jetzt auf die erste oder die zweite Krete wechseln sollte. Und so flog ich halt etwas unentschlossen mitten durch das Tal und stand dann nach etwas über einer Stunde am Landeplatz....... :-))